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Die Freie Wählergemeinschaft Bonstetten veranstaltet

für Kinder von 7 bis 14 Jahren

im Ferienprogramm der Gemeinde Bonstetten

eine Kanufahrt auf der Amper    

Termin: Freitag, 7.August 2015  von 7.30 Uhr bis ca.17.30 Uhr

Treffpunkt: Dorfplatz

Mitbringen: Wechselkleidung und Schuhe, die nass werden dürfen

Anmeldung:  hier     bis 3. August 2015

Teilnahmegebühr: 20.-€ pro Kind, 40.-€ pro Erwachsener

Ansprechpartner ist Werner Halank  Tel. 951650

weitere Informationen unter www.rivertours.de

Herr Tauber, Kämmerer und Verwaltungschef der VG  Welden,  erläuterte den gemeindlichen Haushalt, der bereits im Finanzausschuss beraten wurde.  Die Haushaltslage ist günstig, da die Gemeinde durch wachsende Gewerbesteuer- und Einkommensteuereinnahmen, sowie durch Grundstücksverkäufe  einen Sollüberschuss erwirtschaftet hat. Die Rücklagen belaufen sich derzeit auf etwa 2,6 Mio. €. Demgegenüber  steht ein Schuldenstand  von ca. 720 000€, der vor allem durch den Bau der Kindertagesstätte und des Bürgersaals entstanden ist. Eine vorzeitige Rückzahlung ist wegen entsprechender Kreditverträge nicht kostenneutral  möglich und nicht geplant.  Besondere Investitionsvorhaben für 2015 sind u.a. beginnende Erschließungsmaßnahmen für das Baugebiet Heuberg III, die Anschaffung eines Gerätewagens für die Feuerwehr, sowie die Fortsetzung der Sanierung der Straßenbeleuchtung .  Für 2015 wird der Verwaltungshaushalt mit 2 139 700 € und der Vermögenshaushalt mit 3 696 750 € in den Einnahmen und Ausgaben festgesetzt. Der Beschluss erfolgte mit einer grünen Gegenstimme.

Der Gemeinderat  beschloss einstimmig, dass für den ehemaligen Kindergarten  ein Gebäudegutachten erstellt werden soll.  Im Moment gibt es eine grobe  (und ziemlich hohe) Kostenschätzung  für Sanierungsbedarf über ca. 720 000€, die der Architekt des neuen Kindergartens vor dessen Neubau erstellt hat.

Diskutiert wurde ein Zuschuss für die Anschaffung und Restaurierung der neuen Pfeifenorgel in der katholischen Pfarrkirche.  Die  FWG- Gemeinderätin Petra  Zinnert-Fassl  schlug vor,  einen höheren als vorgeschlagenen Zuschuss zu gewähren, da es die gemeindliche Finanzlage erlaube und der  Zuschuss  doch einem großen Teil der Bonstetter Bürger zu Gute käme. Der Gemeinderat beschloss dann einstimmig einen Zuschuss von 15 000€.

Zu einer Auseinandersetzung kam es schließlich wegen einer Pressemitteilung der Grünen an die AZ, in dem  den übrigen Gemeinderäten vorgeworfen wird, dem geplanten straßenbegleitenden Radweg Richtung Adelsried und Peterhof nur wegen in Aussicht gestellter Fördergelder zugestimmt zu haben. Widersprüchlich daran ist, dass der Radweg mit einer Jastimme der Grünen und mit einer  Gegenstimme der Grünen beschlossen wurde.  Der Umstand Grün gegen Radweg ist schon seltsam genug. Bei der Presseerklärung kommt  der  Gedanke eines   Alleingangs  in den Sinn!

Anmerkung:  Nach dem Bau des Radwegs von Heretsried nach Hirblingen ist die Anbindung von Bonstetten an diese Strecke  überfällig!!  Eine direkte, ungefährliche Verbindung nach Adelsried ist sinnvoll für  Schulkinder und andere Radler, die nicht den Weg über Kruichen  nehmen wollen!

 

Nachdem in der Gemeinderatssitzung vom 6.10.2014 bei der Abstimmung über das neue Baugebiet Heuberg III eine Pattsituation  (6:6) entstanden war, wurde das Thema erneut aufgegriffen. Diesmal war die CSU/UW vollständig angetreten, ein GRÜNER fehlte und so stand der  Entscheidung über die Erschließung aus der Sicht der  CSU/UW nichts mehr entgegen. Mit vier Gegenstimmen und einer wieder auf Linie gebrachten CSU/UW  wurde das neue Baugebiet  beschlossen.

Die  Vergabemodalitäten für Bauplätze öffentlich zu beraten wurde mit der gleichen Mehrheit abgelehnt.

Zur Entscheidung standen dann zwei  Vorschläge des Planungsbüros an. In beiden Varianten werden die jetzt bei Heuberg II entstandenen Straßen in Ost-Westrichtung fortgesetzt. Die eine Variante sieht eine Ringstraße vor mit einem Anschluss an die Hohe Straße, die andere zwei bis zur Hohen Straße annähernd parallel verlaufende Straßen mit zwei Anschlüssen an die Hohe Straße. Die FWG plädierte für die letztere Variante. Bei dieser Variante sind nämlich alle Gärten im Wesentlichen nach Süden orientiert und die Straßen nur mit geringer Steigung versehen, was sowohl  eine Erleichterung für den Winterdienst als auch für die Zufahrten zu den einzelnen Grundstücken bedeutet. Bei der Ringstraßenvariante sind entlang der Hohen Straße fünf Grundstücke vorgesehen, die eine relativ dichte Bebauung zur Folge haben, bei denen sich die Häuser gegenseitig auch stärker beschatten. Dass  mit höheren Erschließungskosten zu rechnen ist als bei der zweiten Variante bestätigten auch die anwesenden Planer. Dennoch stimmte auch hier der Gemeinderat mit den Stimmen der CSU und den UW für die Ringvariante. Argumente dafür wurden allerdings keine vorgetragen.

Die FWG schlug auch vor, die Erdgeschoßhöhe über der Straße stärker zu begrenzen als dies bei Heuberg II der Fall war. Wenn man von Süden kommend auf die neu entstehenden Häuser blickt, hat man bei einigen Gebäudehöhen  doch eher den Eindruck einer städtischen Bebauung.  Auch hier konnten wir uns leider nicht durchsetzen.

Im Anschluss wurde über das Anliegen der Feuerwehr, statt eines 8,5- Tonners - wie im Mai 2014 beschlossen-  ein auf 8,6t abgelastetes 10 t- Fahrzeugs anzuschaffen abgestimmt. Das Argument des Kommandanten, man habe bei der Beschaffung neue Erkenntnisse  erlangt und die Mehrkosten beliefen sich auf unter 2000 €, konnte die Mehrheit der CSU/UW nicht von ihrer Haltung „beschlossen ist beschlossen“ abbringen. Mit den Gegenstimmen der FWG und der GRÜNEN Gemeinderätin, sowie des Gemeinderats Wolfgang Bschorr lehnte der Rat das Anliegen ab.

Aus dem Gemeinderat am28. Juli 2014

Mehrere Bauanträge wurden behandelt. So unter anderem zum wiederholten Mal die Errichtung einer Stützmauer aus Natursteinen am südwestlichen Rand des Grundstücks Dinkelweg 2. Mit dieser Mauer , die sich dann im Westen bis zu einer Höhe von 1,30m aus dem natürlichen Gelände erhebt, soll wohl das Gefälle des Grundstücks ausgeglichen werden.  Nachdem die Unterschrift des besonders betroffenen Nachbarn auch vorlag, stimmte der Gemeinderat mit den Gegenstimmen der Grünen für  die Genehmigung .  (Anmerkung:  Eigentlich gelten Hanggrundstücke als besonders reizvoll durch interessante Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlicher Höhenlagen. In letzter Zeit  begegnet im Gemeinderat  aber immer häufiger das Anliegen Aufschüttungen vorzunehmen um ebene Flächen zu erhalten. Ist dies bis zum Grundstücksrand der Fall, so geht das zu Lasten des Nachbarn.)

Einen weiteren Lückenschluss wird es Am Grund geben. Hier wurde für das Grundstück Nummer 4 eine Dachneigung von 30° statt der vorgesehenen 45° für  den Garagenbau genehmigt.

Am Heuberg wurden zwei Anträge behandelt, die sich vollständig an den Bebauungsplan halten (Danke an die Bauherren!), und die vom Gemeinderat lediglich zur Kenntnis genommen werden müssen.

Der Haushalt des Kindergartens  wurde genehmigt.

Für das „Entwicklungsforum  Holzwinkel und Altenmünster“  wurden Vertreter  aus dem Gemeinderat bestimmt. Sie sollen die Gemeinde bei verschiedenen „ Entwicklungsfeldern“ zu „Freiräumen“ für verschiedenen Bereiche vertreten ( Wohnen, Gewerbe, Land-und Forstwirtschaft/ Schule und Bildung/ Gemeinschaft und Freizeit/Naherholung und Kultur/ Infrastruktur, Anbindung und Energiewirtschaft/ Dorfentwicklung und Zukunftsgestaltung).

Die VG Welden plant eine Homepage für den Holzwinkel.

Aus den Schulverbänden war zu erfahren, dass nur noch 135 Schüler die Mittelschule Welden besuchen, 11 davon kommen aus Bonstetten. Die Grundschule in Adelsried plant die Umsetzung eines Medienkonzepts mit Laptops / Beamern und Datenkameras, sowie einen Systembetreuerzur Stärkung der Medienkompetenz der Schüler. Die Gesamtkosten sollen     46 000 € betragen.  (Anmerkung:  Wann wird im Kultusministerium  das Konzept Rechtschreibung und Einmaleins verbessert?)

Nachdem  die Straße nach Adelsried und der Kreisel fertig sind, wurden die 30-Schilder wieder entfernt. Gemeinderätin Zinnert-Fassl  hat angeregt, die Geschwindigkeit weiterhin zum Schutz der Anlieger und der Fußgänger in der Hauptstraße und Bahnhofsstraße bei 30 zu belassen.  Gemeinderätin Puschak meinte aber, dass man damit die restlichen Bewohner  schikaniere.

Als Ferienarbeiter für die Gemeinde haben sich zwei Jugendliche gemeldet.

Unmittelbar vor der Gemeinderatssitzung fand der in der letzten Sitzung beschlossene Fahrversuch mit einem ähnlichen Feuerwehrfahrzeug statt, wie es sich die Freiwillige Feuerwehr wünscht. Das Rangieren mit dem Fahrzeug verlief erfolgreich und problemlos, so dass in der anschließenden Sitzung mit 12:0 Stimmen die Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs mit sechs Rollcontainern beschlossen wurde.

 Nachdem die Straßen im Baugebiet Heuberg II bisher nicht gewidmet waren, wurde diese Widmung nachgeholt und mit jeweils 12:0 Stimmen beschlossen.

 Der Bürgermeister stellte dann das Ferienprogramm für die Sommerferien vor. Jeder Jugendliche Bonstettens wird einen Flyer erhalten, in dem die einzelnen Programmpunkte aufgelistet sind. Die Gemeinde Bonstetten beteiligt sich unter anderem mit einem Ausflug in den Tierpark Hellabrunn nach München. Die Freien Wähler bieten einen Theaterworkshop am 14.8.2014 an.

 Sodann wurde wie auch in den Vorjahren beschlossen, dass in den Sommerferien Ferienarbeiter ab 16 Jahren eingestellt werden. Dies zu einem Stundenlohn von 6,50 €.

 Auf Antrag des GR Kränzle wurde dann über die Verbesserung der Radwegeverbindung zwischen Bonstetten und Adelsried diskutiert. Die von GR Kränzle favorisierte Strecke war die Befestigung des Weges über den hölzernen Laugnasteg. Der Antrag wurde mit 12:0  Stimmen abgelehnt, insbesondere weil die Grundstücke, auf denen die Befestigung stattfinden müsste, weder im Eigentum der Gemeinde Bonstetten noch im Eigentum der Gemeinde Adelsried stehen.

 Unter dem TOP Verschiedenes informierte der Bürgermeister darüber, dass in der letzten Gemeinderatssitzung die Entschädigung für das Bürgermeisteramt auf 3100 € festgesetzt wurde.

GR Kränzle äußerte, dass er den Betrag für völlig überzogen erachte. Danach wurde erläutert, dass die entsprechenden Entschädigungsgesetze für Gemeinden zwischen 1001 und 3000 Bürgern eine Entschädigung für den Bürgermeister zwischen ca. 2700 € und 4000 € vorsehen und dass sich der beschlossene Betrag sich somit im gesetzlichen Rahmen bewegt.

 GRín Petra Zinnert-Fassl berichtete dann, dass nach den Holzarbeiten auf dem Friedhof der Zaun beschädigt sei und bereits Wild Schäden auf dem Friedhof angerichtet hätte.

Es wurde hier beschlossen, dass der Ausführende der Holzsägearbeiten angehalten wird, den Zaun unverzüglich zu reparieren.

GRin Nolan berichtet ferner über die aktuelle Verkehrssituation in Bonstetten und über Beschwerden von Bürgern durch die derzeit höhere Belastung durch Fahrzeuge bedingt durch die derzeitige Umleitung aufgrund des Straßenbaus zwischen Bonstetten und Adelsried. Die Anwohner würden sich eine Reduzierung auf Tempo 30 wünschen.

Es wurde mit 10:2 Stimmen beschlossen, das zunächst für die Dauer der Bauarbeiten in der Hauptstraße und in der Bahnhofstraße Tempo 30 gilt.

 

Bei einem Ortstermin werden die Räume der Feuerwehr inspiziert.  Die Räumlichkeiten sind beengt, die Spinde sind mehrfach belegt, was im Notfall zu Verzögerungen führen kann.  Der Keller ist feucht, weshalb die Nutzung eingeschränkt ist. Die Damen sollen im jetzigen Schulungsraum eine Umkleidemöglichkeit erhalten.  Der Keller soll mit einem speziellen Anstrich versehen werden. Die Garage muss bei Anschaffung eines neuen größeren Fahrzeugs umgeräumt werden.

Auch wird der alte Kindergarten besichtigt, in dem das Dach reparaturbedürftig ist, aber nicht völlig marode.

Bei der Fortsetzung der Sitzung im Rathaus erläutert Feuerwehrkommandant Christian Deil detailliert die Pläne zur Beschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs als Ersatz für das 42 Jahre alte Feuerwehrauto.  Das Fahrzeug sollte nach Wunsch der Feuerwehr so groß sein, dass sechs Rollcontainer Platz finden, die für verschiedene Anforderungen mit den entsprechenden Gerätschaften bestückt sind.  Fahrer sind laut Aussage von C. Deil in genügender Zahl vorhanden. Nach längerer Überzeugungsarbeit signalisieren die meisten Gemeinderatsmitglieder ihre Zustimmung. Jedoch bestehen Bedenken, dass das Rangieren des Fahrzeugs   aus der Garage Probleme bereiten könnte. Es wird gewünscht, dass die Feuerwehr erst mit einem ähnlichen Fahrzeug Probe fährt. Erst dann soll die Entscheidung im Rat fallen. Mit 9:3 wird dies abgestimmt. Die drei Gegenstimmen der Freien Wähler Gemeinschaft  genüge leider nicht für  eine sofortige Entscheidung!

Der Kundendienst der Kirchturmuhr hat die Notwendigkeit eines neuen digitalen Uhrwerks mitgeteilt und gleich einen Kostenvoranschlag in Höhe von 2140 € unterbreitet. Nach Einschätzung verschiedener Gemeinderäte geht die Uhr eigentlich sehr genau. Den Gemeinderäten, die auch Pfarrgemeinderäte sind, sind ebenfalls keine Probleme mit der Uhr bekannt. Nun soll Herr Prof. Dr.Dr. Lochbrunner befragt werden. Der Gemeinderat stimmt der Anschaffung  mit 12:0 zu. Die Anschaffung soll erfolgen, falls Herr Prof. Dr. Dr, Lochbrunner sie  für sinnvoll hält. 

Der Verwaltungshaushalt 2013  beträgt auf der Ausgabenseite 1 807 000€ (gerundet), dasselbe gilt für die Einnahmenseite. Die  Einnahmen und die Ausgaben des Vermögenshaushaltes  betragen jeweils   5 738 705,90€.

Das Amt für Ernährung , Landwirtschaft und Forsten hat den Aufforstungsplänen auf Adelsrieder Flur entlang  dem Hasenschläule zugestimmt.  Jetzt wird wohl eine Christbaumkultur entstehen.  (Anmerkung: Nachdem die neue Straße höher gelegt wurde, könnte das neu entstehende Wäldchen auch als Lärmschutz dienen) Für den Wildwechsel werden zwei fünf Meter breite Durchlässe frei gelassen, ansonsten ist wohl ein Zaun um die Christbäume geplant.

Auf der Internetseite der VGWelden  wurde eine Immobilienbörse eingerichtet, in der Immobilienbesitzer im Holzwinkel ihre Häuser und Grundstücke zum Kauf anbieten können.

Beim Bürgerentscheid zum Wasserverbund wurden 588 gültige Stimmen abgegeben - 407 Ja-Stimmen, 181 Nein-Stimmen. Damit wurde der Wasserverbund abgelehnt. (Anmerkung: Inhaltliche Informationen zum Wasserverbund finden Sie auf unserer Internetseite)

Der Radweg nach Adelsried wurde leider vom Adelsrieder Gemeinderat abgelehnt. Somit ist die Bonstetter Entscheidung der letzten Gemeinderatssitzung hinfällig.

7.3.2014

Zum Leserbrief von Frau Isabella Deffner vom 6. März 2014 in der Augsburger Allgemeinen – Augsburger Land

Das Engagement von Frau Isabella Deffner für die Senioren mit „Ratschkaffee“, Gymnastik und Reisen ist in Bonstetten Jedermann bekannt. Es wird gerne angenommen und ist verdienstvoll.

Das Programm der Freien Wähler: „Bedarfsgerechtes Wohnangebot für Senioren“, „Altenbetreuung am Ort“, „ Förderung der Nachbarschaftshilfe“ geht einem anderen Problem nach. Wie können alte Menschen, die sich nicht mehr allein selbständig versorgen können und in irgendeiner Weise hilfsbedürftig sind, in ihrer Heimatgemeinde dennoch ihren Lebensabend verbringen. Nicht immer kann die Familie die notwendigen Leistungen erbringen. Bereits vor 13 Jahren hat Altbürgermeister Gebele in der Bürgerwerkstatt auf dieses Problem hingewiesen. Die Themen sind stichwortartig: Hilfe für den Alltag, Betreutes Wohnen , Ambulante Pflege….

Im Wahlprogramm der Bonstetter CSU ist dieses Problem nicht erwähnt. Der Leserbrief von Frau Deffner, die auf der CSU-Liste in Bonstetten kandidiert, ist in dem ihr fremden Ton der aggressiven CSU-Wahlpropaganda geschrieben. Er zeigt, dass die Bonstetter CSU dieses Problem nicht einmal erkannt hat.

Petra Zinnert-Fassl

petra klDie Gemeinde Adelsried plant den Bau eines neuen Brunnens und hat die Beteiligung der Gemeinde Bonstetten an einem Wasserverbund angeregt.
Bonstetter Bürger haben ein Bürger-begehren auf den Weg gebracht, das zum Ziel hat einen Wasserverbund mit der Gemeinde Adelsried zu verhindern.

Was bedeutet ein Wasserverbund ?

Bei einem Wasserverbund wird eine Wasserleitung von einem Ort zu einem Nachbarort gelegt, so dass der Nachbarort sein Wasser nicht nur vom eigenen, sondern auch vom benachbarten Brunnen beziehen kann. Laut Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth (WWA) werden dabei im Allgemeinen einige Haushalte am Ortsrand dauerhaft an die Wasserversorgung des Nachbarorts angeschlossen. Bei Bedarf kann die Leitung geöffnet werden, so dass dann einer der Orte vom anderen vollständig mit Wasser versorgt wird.

Ist ein Wasserverbund rechtlich vorgeschrieben?

Nein!

Welche Notfälle bei der Wasserversorgung treten im Allgemeinen ein, was nützt dann der Wasserverbund?

Ein technischer Notfall ist zum Beispiel der Ausfall der Pumpe. Der Ersatz einer Pumpe dauert einige Stunden. Um die Wasserversorgung aufrecht zu halten, kann hier ein Verbund hilfreich sein, jedoch kann ein solcher Engpass mit dem vorhandenen Wasserhochbehälter überbrückt werden.

Versiegt ein alter Brunnen, so sichert ein Verbund die weitere Wasserversorgung, wenn kein weiterer Brunnen vorhanden ist.

Im Falle einer Verkeimung muss die Verbundleitung möglichst schnell geschlossen werden, um eine Ausweitung auf den Nachbarort zu verhindern. Bei geringer Verkeimung (wie zuletzt in Heretsried) genügt ein Abkochen des Wassers bis sich die Verkeimung selbständig abbaut. Bei stärkerer Verkeimung findet eine Chlorung des Wassers statt, die je nach Verschmutzung etwa zwei bis drei Wochen dauert. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes des Landkreises erhöht ein Wasserverbund hier das Risiko einer größeren Ausbreitung der Verkeimung. Ist nur die Wasserversorgung eines Ortes betroffen, so kann keinesfalls eine Wasserversorgung durch die Verbundleitung mit dem anderen Ort erfolgen.

Wie verfahren andere Gemeinden im Landkreis?

Größere Gemeinden verfügen meistens über mehrere Brunnen. Etwa 70% der Gemeinden im Landkreis Augsburg haben nach Auskunft des WWA einen Verbund.

Benötigt die Gemeinde Bonstetten einen Wasserverbund?

Im Falle einer Verkeimung hat ein Verbund keinen Nutzen.

Die Gemeinde Bonstetten hat vor zwei Jahren einen neuen Brunnen gebaut. Es ist daher weder mit einem Versiegen des Brunnens noch mit einem Ausfall der neuen Pumpe zu rechnen.

Die Gemeinde hat darüber hinaus den alten Brunnen, dessen Genehmigung zwar 2015 ausläuft. Laut WWA hat dieser Brunnen kein Wasserschutzgebiet, da das Wasser vom Stauffersberg unter der Bebauung hindurchfließt. Allerdings lieferte dieser Brunnen in der Vergangenheit hervorragendes Wasser, es ist keine wesentliche Bebauung im Fließbereich dazugekommen. Hier läge es wohl am Verhandlungsgeschick der Gemeinde um die Verlängerung der Genehmigung zu erhalten.

Welche Kosten kommen auf die Bonstetter Bürger im Falle eines Verbundes zu?

Hier sind bis jetzt nur grobe Schätzungen möglich. Bei einer Kostenbeteiligung von 200 000€ am Verbund ist mit einer Belastung von durchschnittlich ca. 400€ pro Haushalt in Bonstetten zu rechnen. Eine Finanzierung über den Wasserpreis ist ebenso möglich, allerdings liegt Bonstetten hier bereits jetzt über dem Wasserpreis der übrigen Holzwinkelgemeinden. Nach den Erfahrungen mit der Kostenentwicklung beim neuen Bonstetter Brunnen muss eher mit einer höheren finanziellen Belastung gerechnet werden.

Warum hat die Freie Wählergemeinschaft den Antrag von Gemeinderat Leo Kränzle auf ein Ratsbegehren im Gemeinderat abgelehnt?

Den Gemeinderäten der Freien Wählern erschien der Zeitpunkt überstürzt, inhaltlich bestehen aus oben genannten Gründen allerdings große Bedenken gegen den Wasserverbund. Die Gemeinde gibt einen Teil ihrer Eigenständigkeit auf. Sollte ein außenstehender Wasserversorger ein Auge auf das Bonstetter Netz werfen, wird die Erhaltung der Eigenständigkeit erschwert.

Nachdem nun das Bürgerbegehren auf den Weg gebracht wurde, werden die Freien Wähler es unterstützen.